Direkt zum Inhalt | Direkt zur Navigation

Benutzerspezifische Werkzeuge

Sektionen
Stammzelltransplantation
Sie sind hier: Startseite / Klinische Schwerpunkte / Stammzelltransplantation

Stammzelltransplantation

Die Stammzelltransplantation (SZT) ist eine Behandlungsmethode für Blut- und Lymphdrüsenkrebs. Dabei wird zur Vorbereitung das erkrankte blutbildende System des Patienten durch eine Chemotherapie, gelegentlich in Kombination mit einer Bestrahlung, zurückgedrängt. Danach wird es mittels einer Infusion von gesunden Blutstammzellen wieder neu aufgebaut. Bei der allogenen Stammzelltransplantation stammen diese Blutstammzellen von einem geeigneten Spender, während bei der autologen Transplantation patienteneigene Stammzellen übertragen werden.

Das Ziel der autologen Stammzelltransplantation ist es, eine möglichst hochdosierte Chemotherapie anwenden zu können, um damit den Tumor zu zerstören. Das Ziel der allogenen Stammzelltransplantation ist der Aufbau des Spenderimmunsystems im Patienten, das dann die Krebserkrankung als 'fremd' erkennt und zerstört.

Leitung

Adresse

Klinik I für Innere Medizin
Uniklinik Köln
Bettenhaus, Ebene 4
Kerpener Str. 62
50937 Köln

Klinik

Seit 1992 werden in Köln autologe Stammzelltransplantationen durchgeführt, bei denen patienteneigene, zuvor gesammelte und kryokonservierte Stammzellen transplantiert werden. Die Sammlung von Stammzellen geschieht in der Abteilung für Hämapherese der Klinik I für Innere Medizin, die Aufbereitung und Lagerung der Stammzellen erfolgt im eigenen Stammzell-Labor. Jedes Jahr werden in unserer Klinik bei etwa 120-140 Patienten autologe Stammzellen transplantiert.

Seit 1999 erfolgen auch allogene Stammzelltransplantationen, derzeit etwa 90-100 pro Jahr. Hierbei werden den Patienten nach einer intensiven Chemotherapie - gegebenenfalls kombiniert mit einer Ganzkörperbestrahlung - Stammzellen eines gesunden Spenders transplantiert. Es kommen bevorzugt Stammzellen eines verwandten Spenders zum Einsatz, die in der Hämaphereseabteilung aus dem peripheren Blut gesammelt werden. Diese Stammzellspende erfolgt grundsätzlich ambulant. Steht kein geeigneter verwandter Stammzellspender zur Verfügung, wird in weltweiten Stammzellregistern nach einem passenden, nicht verwandten Spender gesucht. Diese Spendersuche erfolgt in der Abteilung für Transfusionsmedizin des Klinikums. Dort wird auch ein Register für Stammzellspender geführt, bei dem sich Interessierte informieren und als Stammzellspender registrieren lassen können. Auch die Deutsche Knochenmarkspenderdatei steht hierfür zur Verfügung. Voraussetzung für eine Stammzellspende ist eine Analyse von Gewebemerkmalen auf weißen Blutzellen, die so genannte HLA-Typisierung, für die eine einfache Blutentnahme ausreicht und die in der Abteilung für Transfusionsmedizin durchgeführt wird. Folgende Erkrankungen werden in unserer Klinik häufig mit einer Stammzelltransplantation behandelt:

  • Autologe Stammzelltransplantation
    Hodgkin- und Non-Hodgkin-Lymphome, multiples Myelom
  • Allogene Stammzelltransplantation
    Akute myeloische Leukämie, akute lymphatische Leukämie, chronische lymphatische Leukämie, chronische myeloische Leukämie, Hodgkin- und Non-Hodgkin-Lymphome, multiples Myelom, Myelodysplastische Syndrome, Aplastische Anämie, Fanconi Anämie etc.

Die Vorbereitung und die Nachsorge wird in der Jose-Carreras-Tagesklinik für Stammzelltransplantation durchgeführt. Dieses Angebot steht aufgrund einer großzügigen Förderung der Deutschen Jose Carreras Leukämiestiftung (DJCLS) zur Verfügung. Einen besonderen Schwerpunkt stellt dabei die umfassende Betreuung der Patienten dar. Hierfür stehen neben erfahrenen Transplantationsärzten auch Patientenlotsen sowie eine Psychologin bereit, die in Kooperation mit dem Haus LebensWert eine ambulante psycho-onkologische Beratung anbietet. Das Team der Jose-Carreras-Tagesklinik organisiert einmal im Jahr einen Patiententag, an dem sich transplantierte Patienten treffen und über neue Entwicklungen in der Transplantation informieren können.

Sollte im Rahmen einer Transplantation eine engmaschige Überwachung notwendig werden, kann dies auf der abteilungseigenen 14-Betten Intensivstation oder der 10-Betten Intermediate Care Station erfolgen. Diese Stationen sind inhaltlich und personell eng mit dem Schwerpunkt Stammzelltransplantation verknüpft. Sie sind auf die Versorgung von Transplantationspatienten spezialisiert und werden ständig von einem Oberarzt mit der Qualifikation Hämatologie und Intensivmedizin zusammen mit dem Transplantationsteam betreut.
Unsere KMT Station verfügt über 14 Einzelzimmer.

Eine Besonderheit wird die Stammzelltransplantation von Kindern in Zusammenarbeit mit der Klinik und Poliklinik für Kinder- und Jugendmedizin und die direkte Nachbarschaft zur Intensivstation sein. Dieses einzigartige, interdisziplinäre Konzept erlaubt eine fächerübergreifende 'Rundum'-Versorgung, ohne dass Verlegungen die Behandlung und den Informationsfluss erschweren.

Wissenschaft

Die Knochenmarktransplantation stellt für viele Patienten eine vielversprechende Therapie von schwerwiegenden Erkrankungen des Blutes und Lymphsystems dar. Trotzdem handelt es sich um eine relativ neue Therapieform, die sehr komplex und daher wenig standardisiert ist. Trotz weit entwickelter Verfahren der Typisierung gelingt es nicht immer, durch Auswahl eines passenden Spenders eine Abstoßungsreaktion zu verhindern. Diese Graft versus Host Disease (GVHD) wird in die akute GVHD (bis 100 Tage nach Transplantation, aGVHD) und die chronische GHVD (ab 100 Tagen nach Transplantation, cGVHD) eingeteilt. Sie kann in der Regel durch stärkere Immunsuppressiva beherrscht werden. Nachteil einer solchen immunsuppressiven Therapie ist die erhöhte Infektanfälligkeit und die Reduktion der Tumorkontrolle durch das neue Immunsystem (Graft versus Leukemia/Lymphoma Effekt, auch GVL genannt).

An allen drei Aspekten der Abstoßung (GVHD), der Tumorkontrolle (GVL) und Infektionen wird im Kölner Transplantationsprogramm aufgrund einer einzigartigen Vernetzung von immunologisch und infektiologisch ausgewiesenen Arbeitsgruppen gearbeitet. Der besondere Schwerpunkt liegt in der Optimierung des GVL/GVHD Verhältnisses, das heißt einer Verbesserung der Tumorkontrolle bei weniger Abstoßungsreaktionen. Um dies zu erreichen, existiert als Forum für die im Transplantationsprogramm tätigen Labore und Nachwuchsgruppen der Arbeitskreis "Stammzelltransplantation und Zelluläre Therapien". In diesem Rahmen werden sowohl Laborforschungsprojekte als auch klinische Studien interdisziplinär entwickelt.

1. Grundlagen- und Translationale Forschung

Verstärkung des GVL-Effektes

  • An Verfahren zur Stärkung von anti-Tumoreffekten (GVL) durch Impfungen mit Zellen des Spenders arbeitet die Interventionelle Immunologie Köln (CII). Sie konnte zeigen, dass sogenannte CD40-aktivierte B Zellen gegenüber T Zellen hervorragend Antigen präsentieren und in vitro und in vivo starke Immunantworten auslösen. (von Bergwelt Blood 2002, 2006)
  • Das Labor für Immuntherapie von Prof. Dr. Elke Pogge von Strandmann  untersucht die Möglichkeit, NK-Zellen des Spenders vor oder nach der Transplantation via NKp30-Ligation zu aktivieren, um so eine erhöhte Tumorkontrolle zu erreichen. (Pogge Immunity 2007)
  • Die Identifikation von Tumorantigenen, den Zielstrukturen von Anti-Tumorantworten, ist der Gegenstand der Forschung der Interventionellen Immunologie Köln (CII) (Prof. Dr. Dr. von Bergwelt). Es wurden bereits eine Reihe vielversprechender Tumorantigene bei der Chronischen Lymphatischen Leukämie, dem Mantelzellymphom, sowie den Akuten Leukämien identifiziert. Derzeit sind erste klinische Studien in Vorbereitung. (Mayr Blood 2006; Kondo Clin Can Res 2008, Leukemia 2009)
  • Weiterhin wird gemeinsam eine Plattform für ein funktionelles Immunmonitoring etabliert, das erlauben soll, Veränderungen im Immunsystem nach Transplantation mit Tumorkontrolle bzw. GVHD zur korrelieren.

Spezifische Reduktion der GVHD

  • Priv.-Doz. Dr. Udo Holtick und Prof. Dr. Christof Scheid untersuchen die Modulation von antigenpräsentierenden Zellen, sogennanten Dendritischen Zellen durch Photopherese zur Reduktion der chronischen GVHD (Holtick U, Transplantation 2008). Priv.-Doz. Dr. Holtick ist ferner als Mitglied der UK photopheresis expert group an der Entwicklung von Therapierichtlinien beteiligt. (Scarisbrick JJ, Br J Dermatology 2007)
  • Dr. Sebastian Theurich untersucht die Interaktion von mesenchymalen Stammzellen, für die eine immunmodulatorische Funktion bei Autoimmunoerkrankungen und der GVHD beschrieben wurden und deren Interaktion mit aktivierten B Zellen, die als Verstärker einer GVHD angesehen werden. Ferner charakterisiert er die Interaktion von regulatorischen T Zellen und aktivierten B Zellen.
  • In der Interventionellen Immunologie Köln (CII) beschäftigten sich Sharam Zoghi und Dr. Alexander Shimabukuro-Vornhagen mit der Hemmung von Antigenpräsentierenden Zellen durch Statine. Erst kürzlich konnte gezeigt werden, dass im Mausmodell eine GVHD Reduktion durch Statinbehandlung erreicht werden, während der GVL Effekt erhalten blieb. (Shimabukuro-Vornhagen A, Blood 2008)
  • Priv.-Doz. Dr. Udo Holtick und Priv.-Doz. Dr. Günter Fingerle-Rowson untersuchen Polymorphismen des proinflammatorischen MIF-Gens, die mit der Schwere von Autoimmunerkrankungen assoziiert sind. Die beiden Wissenschaftler charakterisieren insbesondere deren Bedeutung für die GVHD nach allogener Stammzelltransplantation . (Fingerle-Rowson G, PNAS 2003)
  • Prof. Dr. Kai Hübel und Priv.-Doz. Dr. Hinrich Hansen (Labor für Immuntherapie) untersuchen die prognostische Wertigkeit von löslichem CD30 für die Toleranzentwicklung nach allogener Stammzelltransplantation

2. Klinische Forschung

Die erfolgreiche Entwicklung der Transplantationseinheit der Klinik und die stetig steigenden Zahlen an Patienten, die eine Stammzelltransplantation erhalten, sollte und muss begleitet werden durch ein klinisches Forschungsprogramm, an welches besonders hohe Ansprüche zu stellen sind. Die optimale, moderne Versorgung der heutigen und der zukünftigen KMT-Patienten kann nur gewährleistet werden, wenn der Patient innerhalb klinischer Studien und etablierter Leitlinien behandelt wird und ein regelmäßiger Austausch mit internationalen KMT-Spitzenzentren gewährleistet ist. Die Realisierung dieser Ansprüche Die Realisierung dieser Ansprüche geschieht in enger Kooperation mit dem Schwerpunkt „Non-Hodgkin Lymphome“ unter Leitung von Prof. Kai Hübel.

Optimierung der GVL/Reduktion der GVHD

Das Kölner Transplantationsprogramm ist in besonderem Maße durch die enge Verbindung mit der Deutschen CLL Studiengruppe (DCLLSG) und der Deutschen Hodgkinstudiengruppe (DHSG) charakterisiert. Beide Arbeitsgruppen sind für die von ihnen untersuchten Krankheiten weltweit mit führend. Aufgrund der langjährigen Expertise im Bereich beider Entitäten stehen Patienten mit diesen Erkrankungen somit neueste Therapiekonzepte zur Verfügung.

Prävention/Therapie von Infektionen

  • Um Abstoßungsreaktionen zu vermeiden, erhalten Patienten nach einer Stammzelltransplantation regelmäßig und z.T. jahrelang "immunsupprimierende Medikamente". Dadurch wird das Abwehrsystem der Patienten geschwächt. Die Folge ist ein erhöhtes Risiko ernsthafter Infektionen. Neben Bakterien geht eine besondere Bedrohung von Viren und Pilzen aus. Die Arbeitsgruppe von Prof. Dr. Cornely gehört zu den weltweit führenden Gruppen bei der Behandlung und Prävention von systemischen Pilzerkrankungen bei Patienten mit geschwächter Immunabwehr. In einem gemeinsamen Projekt werden daher in Köln besondere Strategien für Transplantationspatienten entwickelt. Ferner ist die Rolle von viralen Erkrankungen bei Transplantationspatienten wenig verstanden. Gemeinsam mit der Arbeitsgruppe von Prof. Dr. Drosten, Institut für Virologie, Uniklinik Bonn wird daher das Vorkommen beschriebener Erreger untersucht und mittels Genomsequenzierung nach bisher unbekannten Viren bei KMT-Patienten gesucht. (Cornely OA, NEJM 2007)
  • Im Rahmen der multizentrischen GRANITE Studie von Prof. Dr. Hübel soll für aplastische Patienten mit schweren Infektionen die Übertragung von allogenen Neutrophilen geprüft werden.
  • Die Arbeitsgruppe von Professor Dr. Fätkenheuer ist eine international ausgewiesene Gruppe bei der Behandlung von HIV Patienten. Bei diesen Patienten treten vermehrt aggressive Lymphome auf, die teilweise Transplantationen erfordern. Derzeit werden gemeinsam, auf diese doppelt infektionsgefährdeten Patienten abgestimmte, autologe Transplantationsverfahren entwickelt.
  • Die Arbeitsgruppe Sportonkologie untersucht in Zusammenarbeit mit Prof. W. Bloch an der Deutschen Sporthochschule Köln (DSHS) die klinischen, molekularen und psychischen Effekte  von regelmäßigem Training bei Patienten mit Leukämien und Lymphomen. Ein besonderes Interesse gilt Patienten mit autologen und allogen Transplantationen. Im Rahmen der Aktivitäten der Arbeitsgruppe besteht für die Transplantationspatienten die Möglichkeit sich regelmäßig unter sporttherapeutischer Anleitung auf dem Fahrradergometer zu belasten. (Elter T, Int J Hem 2009)
  • Eine weitere Kooperation mit Prof. Dr. W. Bloch an der DSHS hat die Migration und das Homing von Stammzellen zum Gegenstand. Es konnte gezeigt werden, dass Ultraschallwellen Veränderungen von Cytoskelett, Chemokinrezeptoren und somit Migrationseigenschaften induzieren. (Aicher Circulation 2006) Gegenstand des Projekte ist die Optimierung von Stammzellmobilisation und Verkürzung der Aplasiezeit und damit eine Verringerung  der Infektionsraten durch verbessertes Homing nach Stammzellübertragung.
  • In Kooperation mit der Arbeitsgruppe für Molekulare Kardiologie (Priv.-Doz. Dr. Jochen Müller-Ehmsen) an der Klinik III für Innere Medizin wird untersucht, inwieweit Knochenmark-Stammzellen im Rahmen ischämischer kardialer Ereignisse ins Blut mobilisiert werden (Grundmann, Clin Res Cardiol 2007). Darüber hinaus wird in einer multizentrischen Studie überprüft, ob eine Injektion von Stammzellen in die Herzkranzgefäße die Erholung des Herzmuskels nach Myokardinfarkt verbessern (BOOST-2-Studie).

Mitarbeiter

Oberärzte

Prof. Dr. Christoph Scheid
Prof. Dr. Dr. Michael v. Bergwelt
Prof. Dr. Jens Chemnitz
Prof. Dr. Kai Hübel
Priv.-Doz. Dr. Mathias Kochanek

AG-Leiter/Projektleiter

Prof. Dr. Dr. Michael v. Bergwelt
Prof. Dr. Kai Hübel
Prof. Dr. Elke Pogge von Strandmann
Prof. Dr. Christoph Scheid
Prof. Dr. Clemens Wendtner

PostDocs

Priv.-Doz. Dr. Udo Holtick
Dr. Alexander Shimabukuro-Vornhagen
Priv.-Doz. Dr. Sebastian Theurich

Assistenzärzte

Dr. Birgit Cremer
Dr. Maximilian Fresen
Priv.-Doz. Dr. Udo Holtick
Dr. Anke Krause
Dr. Alexander Shimabukuro-Vornhagen
Dr. Sebastian Theurich

PhD Studenten

Pflegeteamleitung

Christina Heinz

Patientenlotsen/Koordination

Anne Föll
Heike Kern
Ellen Körfgen
Caroline Schulte
Marina Vosen

Psychologen

Mareike Romünder
Christiane Muth

Hämapherese

Maria Rieping
Peak Eun-Sook

Stammzelllabor

Anne Jacobs
Ute Groddeck

Alumni

Dr. Tanja Liebig

Kooperationen

Neben der eigenen Forschung unterstützten die Mitarbeiter der Kölner Stammzelltransplantation die Wissenschaftliche Weiterentwicklung Ihres Faches durch Mitgliedschaft und aktive Teilnahme in folgenden Verbänden/Kooperationen:

EBMT (European Group for Blood and Marrow Transplantation (Zentrum: CIC 534))
DRST (Deutsches Register für Stammzelltransplantation)
DAG-KBT (Deutsche Arbeitsgemeinschaft Knochenmark und Blutstammzelltransplantation)
Deutsche Kooperative Transplantationsgruppe
Mixed Chimerism Consortium (Fred Hutchinson Cancer Research Center, Seattle)
Division of Blood and Marrow Transplantation Stanford School of Medicine
Stem Cell Transplantation Program, UPMC Cancer Center
Dana Farber Cancer Institute, Harvard Medical School
GMMG (German Multiple Myeloma Study Group)
DCLLSG (Deutsche CLL Studiengruppe)
GHSG (Deutsche Hodgkin Studiengruppe)
KIMT (Verein für immunologische Krebs-Therapie)
DGHO (Deutsche Gesellschaft für Hämatologie und Onkologie)
Kompetenznetwerk Sepsis
DIVI (Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin e.V.)
DGIM (Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin)
ESICM (European Society of Intensive Care Medicine)

Studien

Über die oben genannten, überregionalen Aktivitäten ist es für Kölner Patienten möglich, an folgenden Studien teilzunehmen (aktive Studien Stand 04/08):

Akute myeloische Leukämie

  • Dosisreduzierte oder konventionelle Konditionierung in erster kompletter Remission (Intergroup-Studie)
  • Dosisreduzierte oder konventionelle Konditionierung bei Myelodysplasie oder sekundärer AML (RICMAC-Studie)
  • Dosisreduzierte Konditionierung bei refraktärer/rezidivierter AML (FLAMSA-Protokoll)

Aktue lymphatische Leukämie

  • Risiko-adaptierte allogene Transplantation bei ALL (GMALL-Studie)

Multiples Myelom

  • Hochdosistherapie mit intensivierter Induktions- und Erhaltungstherapie (GMMG-HD4 Studie)

Lymphome/Hodgkin-Lymphom

  • Allogene Transplantation bei chronischer  lymphatischer Leukämie (CLLX2 Studie der DCLLSG)
  • Dosisreduzierte Konditionierung bei rezidiviertem follikulären oder Mantelzelllymphom (GLSG/EBMT)
  • Autologe Transplantation bei Mantelzell-Lymphom (MCL-younger Studie European MCL Network)
  • Radioimmuntherapie mit Hochdosistherapie bei rezidivierten aggressiven Lymphomen (Z-BEAM-Studie)

Studien für verschiedene Erkrankungen

  • Dosisreduzierte Konditionierung bei Patienten mit hämatologischen Erkrankungen und Familienspendern (Seattle-Protokoll #1813)
  • Dosisreduzierte Konditionierung mit modifizierter Immunsuppression bei Patienten mit hämatologischen Erkrankungen und Fremdspendern (Seattle-Protokoll 1938)

Aplastische Anämie

  • EBMT-Protokoll zur allogenen Transplantation mit unverwandtem Spender

Studien zur Mobilisation von Stammzellen

  • Vergleich der alleinigen Gabe von Wachstumsfaktoren (G-CSF) mit der Gabe von G-CSF plus AMD3100 zur Mobilisation von Stammzellen bei Lymphom-Patienten, bei denen bereits ein Versuch zur Stammzellmobilisation fehlgeschlagen ist.
  • G-CSF und Plerixafor (AMD3100) zur Mobilisation von Stammzellen bei Patienten mit Lymphomerkrankungen

Infektiologische Studien

  • Von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderte, multizentrische, randomisierte Studie zur Ermittlung des Stellenwertes der Granulozytentransfusion bei neutropenischen Patienten mit Fieber („GRANITE“-Studie, Leiter: Prof. Dr. Kai Hübel)
  • Prophylaktische Gabe von Maribavir nach Stammzelltransplantation zur Verhinderung einer Infektion mit Zytomegalievirus.

Sepsis

  • MaSep
  • ACCESS
  • SISPCT

Publikationen der letzten 5 Jahre

Scheid C, Sonneveld P, Schmidt-Wolf IG, van der Holt B, El Jarari L, Bertsch U, Salwender H, Zweegman S, Blau IW, Vellenga E, Weisel K, Pfreundschuh M, Jie KS, Neben K, van de Velde H, Duehrsen U, Schaafsma MR, Lindemann W, Kersten MJ, Peter N, Hänel M, Croockewit S, Martin H, Wittebol S, Bos GM, van Marwijk-Kooy M, Wijermans P, Goldschmidt H, Lokhorst HM
Bortezomib before and after autologous stem cell transplantation overcomes the negative prognostic impact of renal impairment in newly diagnosed multiple myeloma: a Subgroup Analysis From the HOVON-65/GMMG-HD4 Trial
Haematologica. 2013 Aug 30. [Epub ahead of print]

Hübel K, Weingart O, Naumann F,  Bohlius J, Fresen MM, Engert A, Wheatley K
Allogeneic stem cell transplantation in adult patients with acute myelogenous leukemia: A systematic analysis of international guidelines and recommendations
Leuk Lymphoma. 2011 Mar;52(3):444-57

Basak GW, Mikala G, Koristek Z, Jaksic O, Basic-Kinda S, Cegledi A, Reti M, Masszi T, Mayer J, Giebel S, Hübel K, Labar B, Wiktor-Jedrzejczak W
Plerixafor to rescue failing chemotherapy-based stem cell mobilization – it’s not too late
Leuk Lymphoma, in press

Straka C, Sandherr M, Salwender H, Wandt H, Metzner B, Hübel K, Silling G, Hentrich M, Franke D, Schwerdtfeger R, Freund M, Sezer O, Giagounidis A, Ehninger G, Grimminger W, Engert A, Schlimock G, Scheid C, Hellmann P, Heinisch H, Einsele H, Hinke A, Emmerich B
Testing G-CSF responsiveness predicts the individual susceptibility to infection and consecutive treatment in recipients of high-dose chemotherapy
Blood. 2011 Feb 17;117(7):2121-8

Mohty M, Duarte RF, Croockewit S, Hübel K, Kvalheim G, Russell N
The role of plerixafor in optimizing peripheral blood stem cell mobilization for autologous stem cell transplantation
Leukemia. 2011 Jan;25(1):1-6. Review

Kobold S, Isernhagen J, Hübel K, Kilic N, Bogner C, Frickhofen N, Bokemeyer C, Fiedler W
Plerixafor is effective and safe for stem cell mobilization in heavily pretreated germ cell tumor patients
Bone Marrow Transplant. 2010 Nov 22. [Epub ahead of print]

Hübel K, Fresen MM, Salwender H, Basara N, Beier R, Theurich S, Christopeit M, Bogner C, Galm O, Hartwig R, Heits F, Lordick F, Rösler W, Wehler D, Zander AR, Albert M, Dressler S, Ebinger M, Frickhofen N, Hertenstein B, Kiehl M, Liebler S, von Lilienfeld-Toal M, Weidmann E, Weigelt C, Lange F, Kröger N
Plerixafor with and without chemotherapy in poor mobilizers: results from the German Compassionate Use Program
Bone Marrow Transplant. 2010 Oct 25. [Epub ahead of print]

Hübel K, Cremer B, Heuser E, Pogge von Strandmann E, Hallek M, Hansen HP
A prospective study of serum soluble CD30 in allogeneic hematopoietic stem cell tansplantation
Transpl Immunol. 2010 Aug;23(4):215-9

Shimabukuro-Vornhagen A, von Bergwelt-Baildon M.
Friend or Foe in GVHD: A Matter of targeting the right B cell subset

Blood, in press.

Frühauf S, Ehninger G, Hübel K, Topaly J, Goldschmidt H, Ho AD, Muller S, Moos M, Badel K, Calandra G.
Mobilization of peripheral blood stem cells for autologous transplant in non-Hodgkin’s lymphoma and multiple myeloma patients by plerixafor and G-CSF and detection of tumor cell mobilization by PCR in multiple myeloma patients
Bone Marrow Transplant. 2010 Feb;45(2):269-75

Kohl V, Müller C, Cornely OA, Abduljalil K, Fuhr U, Vehreschild JJ, Scheid C, Hallek M, Rüping MJ.
Factors Influencing Pharmacokinetics of Prophylactic Posaconazole in Patients Undergoing Allogeneic Stem Cell Transplantation
Antimicrob Agents Chemother. 2010 Jan;54(1):207-12

von Bergwelt-Baildon MS, Shimabukuro-Vornhagen A, Wendtner CM, Kondo E.
Identification of native, immunogenic peptides from Cyclin D1
Leukemia. 2010 Jan;24(1):209-11

Shimabukuro-Vornhagen A, Hallek MJ, Storb RF, von Bergwelt-Baildon MS
The role of B Cells in the pathogenesis of graft-versus-host disease
Blood. 2009 Dec 3;114(24):4919-27

Kondo E, Maecker B, Draube A, Klein-Gonzalez N, Shimabukuro-Vornhagen A, Schultze JL, von Bergwelt-Baildon MS
The shared tumor associated antigen cyclin-A2 is recognized by high-avidity T-cells
Int J Cancer. 2009 Nov 15;125(10):2474-8

Shimabukuro-Vornhagen A, Glossmann J, Liebig T, Scheid C, von Bergwelt-Baildon M
The use of statins in hematopoietic stem cell transplantation
Curr Stem Cell Res Ther. 2009 Dec;4(4):260-5. Review.

von Bergwelt-Baildon MS, Shimabukuro-Vornhagen A, Klein-Gonzalez N,  Kondo E.
T-Cell responses to Cyclin B1 are not restricted to p53-overexpressing tumors
Clin Cancer Res. 2009 Nov 15;15(22):7106

Claviez A, Canals C, Dierickx D, Stein J, Badell I, Pession A, Mackinnon S, Slavin S, Dalle JH, Chacón MJ, Sarhan M, Wynn RF, Suttorp M, Dini G, Sureda A, Schmitz N; Lymphoma and Pediatric Diseases Working Parties.
Allogeneic hematopoietic stem cell transplantation in children and adolescents with recurrent and refractory Hodgkin lymphoma: an analysis of the European Group for Blood and Marrow Transplantation
Blood. 2009 Sep 3;114(10):2060-7.

Elter T, Stipanov M, Heuser E, von Bergwelt-Baildon M, Bloch W, Hallek M, Baumann F.
Is physical exercise possible in patients with critical cytopenia undergoing intensive chemotherapy for acute leukaemia or aggressive lymphoma?
Int J Hematol. 2009 Sep;90(2):199-204.

Shimabukuro-Vornhagen A, Kondo E, Liebig T, von Bergwelt-Baildon M
Activated human B cells: stimulatory or tolerogenic antigen-presenting cells?
Blood. 2009 Jul 16;114(3):746-7.

Holtick U, von Bergwelt-Baildon M
Post-transplant immunotherapy: combining cancer vaccines with hematopoietic stem cell transplantation
Expert Rev Vaccines. 2009 May;8(5):519-23.

Kondo E, Gryschok L, Schultze JL, von Bergwelt-Baildon MS
Using CD40-activated B cells to efficiently identify epitopes of tumor antigens
J Immunother. 2009 Feb-Mar;32(2):157-60.

Kondo E, Gryschok L, Shimabukuro-Vornhagen A, Liebig T, Kleine-Gonzalez N, Draube A, von Bergwelt-Baildon MS.
CD40-activated B cells can be generated in high number and purity in cancer patients: Analysis of homing potential and immunogenicity
Clin. Exp. Imm. 2009 Feb;155(2):249-56

Kondo E, Maecker B, Zeng WY, Nadler LM, Schultze JL, von Bergwelt-Baildon MS
Cyclin D1 specific CTL are present in the repertoire of cancer patients: Implications for cancer immunotherapy
Clin Cancer Res. 2008 Oct 15;14(20):6574-9.

Quellmann S, Schwarzer G, Hübel K, Engert A, Bohlius J.
Corticosteroids in the prevention of graft-versus-host disease after allogeneic myeloablative stem cell transplantation: a systematic review and meta-analysis
Leukemia 2008 Sep;22(9):1801-3

Shimabukuro-Vornhagen A, Liebig T, von Bergwelt-Baildon MS
Statins inhibit human APC function: Implications for the treatment of GVHD
Blood. 2008 Aug 15;112(4):1544-5.

Quellmann S, Schwarzer G, Hübel K, Greb A, Engert A, Bohlius J.
Corticosteroids for prevention graft-versus-host disease after allogeneic myeloablative stem cell transplantation
Cochrane Database Syst Rev. 2008 Jul 16;(3):CD004885. Review.

Draube A, von Bergwelt-Baildon M
Immortalized B cells: a never ending source of antigen-presenting cells for vaccines?
Expert Rev Vaccines. 2008 May;7 (4):411-5.

Holtick U, Marshall SR, Wang XN, Hilkens CM, Dickinson AM.
Impact of Psoralen/UVA-Treatment on Survival, Activation, and Immunostimulatory Capacity of Monocyte-Derived Dendritic Cells
Transplantation. 2008 Mar 15;85(5):757-66.