AG Angewandte Ethik in der translationalen Krebsforschung

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Um Behandlungsmodelle der Angewandten Ethik untersuchen zu können, werden fundierte ethische Analysemethoden zur Erschließung eines „Comprehensive Cancer & Care Center of Ethics“ eingesetzt.

Zur Person

Biografie

Dr. med. Utako Barnikol ist Ethikerin und Klinikerin. Sie studierte Philosophie und Humanmedizin an der Georg-August-Universität Göttingen und an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf. Ihre Approbation als Ärztin erhielt sie am 9. November 2004 in Düsseldorf.

An der Universität zu Köln wurde sie am 28. September 2005 mit summa cum laude promoviert. Ihre Dissertation "Visuell evozierte Antworten der corticalen Areale V1/V2 und V5/MT nach Schachbrettmusterumkehrreizung: magnetenzephalographische Untersuchungen in Kombination mit cytoarchitektonischen Wahrscheinlichkeitskarten" erschien nach Ernennung der Bestnote mit Auszeichnung als Buchveröffentlichung im Verlag der Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren e.V.

Während des Forschungsdoktorats wurde sie in die grundlagenwissenschaftliche experimentelle Methodik bei der Max-Planck-Gesellschaft integriert und war zugleich mehrjährig für die Helmholtz Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren als klinische Wissenschaftlerin im selbstverwaltenden Wissenschaftsmanagement tätig. Auslandsaufenthalte führten sie an die Universität Oxford und nach Tokio (Keio Universität).

Dr. Barnikol ist Erfinderin eines US Patents und Miterfindern in zwei EU Patenten für die klinische Anwendung. 2008 erhielt sie im Kontinuum ihrer klinisch-wissenschaftlichen Translationsarbeit ihre permanente Position an der Medizinischen Fakultät der Universität zu Köln. Von 2009 bis 2013 war sie zunächst stellvertretende Leiterin eines Forschungsschwerpunktes, später Leiterin von zwei Arbeitsgruppen in der Angewandten Forschung.

Nach Anerkennung der Gebietsbezeichnung zur Fachärztin für Neurologie und Psychiatrie an der Landesärztekammer Düsseldorf am 14. März 2013 wurde Frau Dr. Barnikol zur Forschungsoberärztin ernannt.

Zuvor erlangte ihre ethische Arbeit zum Thema Behandlungsethik "Neuropsychiatrische Gnadenfrist-zwischen Symptom und Diagnose" gemeinsam mit der Ärztekammer Nordrhein und der Helmholtz Gemeinschaft bereits Sichtbarkeit.

Daraufhin leitete sie die AG Klinische Neuroethik, die im Februar 2014 erweitert und neu benannt wurde. Im selben Jahr wurde sie von Dekan Prof Dr. med. Dr. h.c. mult. Thomas Krieg zur Flankierung der Beantwortung gesellschaftspolitischer Fragestellungen am Standort Köln in Zusammenarbeit mit der Forschungsstelle Ethik, die unter der Leitung der Medizinethikerin Frau Professor Christiane Woopen steht, aufgefordert. Diese Initiative fand im Schwerpunkt "Gemeinsam verantwortete Entscheidungsfindung" mit der Geschäftsführung der Ärztekammer Nordrhein und dem Leiter des Ressorts "Allgemeine Fragen der Gesundheits-, Sozial- und Berufspolitik" Ulrich Langenberg und Professor Dieter Birnbacher, damaliger Vorsitzender der Zentralen Ethikkommission -ZEKO der Bundesärztekammer Berlin, weiterführende Beachtung (DtschÄrztebl 2015 und Prädiktive Medizin - MedR 2016).

Seit November 2017 leitet Frau Dr. Barnikol die Clearingstelle Ethik (Clearing Unit Ethics) mit dem Schwerpunkt "Angewandte Ethik in der onkologischen Präzisionsmedizin" (Research Group of Applied Ethics for Precision Oncology at the CIO Cologne, AEPO).

Forschungsinteressen

  • Ärztliche Entscheidungsfindung & Handlungsethik; Begleitete Autonomie an den Grenzen des Lebens
  • Advance Research Planning
  • Supported & Shared Decision Making
  • Stufen der Selbstbestimmung bei onkologischen Erkrankungen
  • Prädiktive Medizin - rechtsethische Perspektiven

Akademische Gremien

  • stellvertretendes Mitglied der Fakultäts Tenure-Kommission
  • seit 01/2019 gewähltes stellvertretendes Mitglied im Senat der Universität zu Köln, Stellvertreterin der akademischen Mitarbeiter (N4) für die Legislatur 04.2019 - 03.2021
  • seit 10/2018 vom Dekan ernanntes Mitglied im Wahlvorstand der Medizinischen Fakultät der Universität zu Köln
  • seit 07/2017 Mitglied im Unterausschuss zur Überprüfung von wissenschaftlichem Fehlverhalten in Promotionsarbeiten
  • seit 12/2015 stellvertretendes Mitglied im Studien- und Prüfungsausschuss zum Promotionsstudiengang Health Sciences (IPHS)
  • seit 12/2015 Mitglied im Promotionsausschuss

Ausgewählte Publikationen (nicht in PubMed)

  • Barnikol UB, Beck S, Mpotsaris A, Birnbacher D.
    On Indicated Predictive Medicine - How much Information does the Patient need?
    Interdiszipl. Med. (2) 14 (2019).
  • Barnikol UB, Beck S, Mpotsaris A, Birnbacher D, Wiltfang.
    Zukunftsplattform Applied Ethics for Precision Oncology of Cologne (AEPO)
    Interdiszipl. Med. (8) 17 (2018).
  • Birnbacher D, Barnikol UB, Beck S, Fangerau H.
    Advance Care Planning. Willingness to pay or willingness to accept?
    Interdiszipl. Med. (7) 11 (2018).
  • Barnikol UB, Beck S, Mpotsaris A, Birnbacher D, Fangerau H, Wiltfang J.
    Predicative and Preventive Medicine: An Advanced Applied Approach to Professional Ethics in Psychiatry.
    AGNP. (10) 5 (2017).
  • Barnikol UB, Beck S, Birnbacher D, Fangerau H, Langenberg U, Schulenburg D, Steinert S.
    Prädiktive Medizin- eine rechtliche Perspektive.
    MedR 34 Nov092017 first online doi:10.1007/s00350-016-4399-6 October 2016, Volume 34, Issue 10, pp 753–757 (2016).
  • Tass PA, Barnikol UB, Hauptmann C, Haroud K, Roulet JC, Schnell U.
    Device and method for visual stimulation.
    Assignee: Forschungszentrum Juelich GmbH (Juelich, DE) Universitaet zu Koeln
    (Cologne,DE) United States Patent 9.302.069 April 5 (2016) Family ID: 1000001752184 Appl. No.: 12/875,619 Assignees: Forschungszentrum Juelich GmbH, ANM Adaptive Neuromodulation GmbH, Universitaet zu Koeln. Type: A (2016).
  • Barnikol UB, Beck S, Birnbacher D, Fangerau H.
    Advance Care Planning - eine dynamische Form der Patientenverfügung.
    Ärztezeitung 17. August 2015 online (2015).
  • Barnikol UB, Fangerau H, Beck S, Birnbacher D.
    Die Achtung vor der Menschenwürde in der
    Psychiatrie, NeuroMarginal in Neuroaktuell 11 (2015).
  • Maier W & Barnikol UB.
    Die Indikation für autonomieersetzende Interventionen bei psychisch kranken Menschen.
    In: Medizinische Indikationen. Ärztliche, ethische und rechtliche Perspektiven. Grundlagen und Praxis Andrea Dörries / Volker Lipp (Hrsg.) Kohlhammer Verlag Stuttgart, 1. Auflage S. 199-211 (2015).
  • Birnbacher D, Klitzsch W, Langenberg U, Barnikol UB.
    Dealing with dementia patients: Jointly responsible for decisions.
    DtschArztebl 2015; 112(12): A-514 / B-438 / C-426. (2015).
  • Vollmann J, Walter H, Barnikol UB, Finzen A, Gather J, Gerlinger G, Heberlein A, Heinz A, Helmchen H, Lieb K, Maier W, Müller JL, Müller S, Pollmächer T, Saß H, Schramme T, Seidel M.
    Achtung der Selbstbestimmung bei Anwendung von Zwang bei der Behandlung psychisch erkrankter Menschen. Eine ethische Stellungnahme der DGPPN/Task Force "Ethik in Psychiatrie und Psychotherapie" der DGPPN.
    Nervenarzt 85(11): 1419-1431 (2014).
  • Heinrichs J-H, Langenberg U, Klitzsch W, Barnikol UB.
    Neuropsychiatric Grace Period-Between Symptom and Diagnosis.
    Nervenheilkunde 4, 237 - 245 (2012).

Im Zentrum dieses Forschungsgebiets steht die strategische Etablierung ethischer Anwendungsgebiete im Bereich der Präzisions-Onkologie und deren medizinökonomische Analyse in solidarisch organisierten Gesundheitssystemen.

Wir erforschen und entwickeln dabei Strukturen, die ethisch-theoretische Methoden direkt in die ethisch-ärztliche Anwendung überführen.

Das Dach dieses Forschungsbereichs bildet hierbei die Research Group of Applied Ethics in Precision Oncology (AEPO).

AEPO konzentriert sich auf folgende Forschungsgebiete:

  • Innovative Onkologie in der personalisierten Medizin
  • Ärztliche Entscheidungsfindung und Handlungsethik
  • Advance Research Planning
  • Informed Consent und Clinical Ethical Decision Making
  • Supported und Shared Decision Making
  • Stufen der Selbstbestimmung bei Menschen mit onkologischen Erkrankungen
  • Indizierte klinische Ethik für Menschen mit onkologischen Erkrankungen
  • Prädiktive Medizin - rechtsethische Perspektiven
Strategische Partnerschaften außerhalb der Uniklinik Köln

Univ.-Prof. Dr. iur. Susanne Beck
Lehrstuhl für Strafrecht, Strafprozessrecht, Strafrechtsvergleichung und Rechtsphilosophie, Leibniz Universität Hannover

Univ.-Prof. Dr. phil. Dr. h.c. Dieter Birnbacher
Mitglied der Zentralen Ethikkommission der Bundesärztekammer (ZEKO), Berlin
Institut für Philosophie, Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf

Univ.-Prof. Dr. med. Dr. h.c. Heiner Fangerau
Lehrstuhl für Geschichte, Theorie und Ethik der Medizin,
Direktor des Instituts für Geschichte, Theorie und Ethik der Medizin
Universitätsklinikum Düsseldorf

Dr. rer. pol. Wolfgang Klitzsch
Kooptiertes Vorstandsmitglied und Ehrenmitglied, Bundesverband Managed Care e. V. (BMC), Berlin
Ehem. Geschäftsführer der Ärztekammer Nordrhein, Düsseldorf
Mitglied der Arbeitsgruppe „Trilaterale Strategiegruppe“, Gremien und Ausschüsse, Bundesärztekammer, Berlin

Ulrich Langenberg
Facharzt für Neurologie
Geschäftsführender Arzt der Landesärztekammer Nordrhein
Leiter des Ressorts Gesundheits-, Sozial-, und Berufspolitik, Ärztekammer Nordrhein, Düsseldorf

Univ.-Prof. Prof. h.c. Dr. med. Dr. h.c. mult. Hans-Jürgen Möller
Präsident der Deutschen Eliteakademie (DEA), München
Direktor em. der Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie, Ludwig-Maximilians-Universität München

Univ.-Prof. Dr. med. Anastasios Mpotsaris
Leitung der Forschergruppe "Experimentelle Interventionelle Neuroradiologie", Universitätsklinikum RWTH Aachen
Mitglied des EU-Rahmenprogramms für Forschung und Innovation „Horizon 2020“

Univ.-Prof. Dr. med. Jens Wiltfang
Stellv. Leitung der Klinischen Forschung am Standort Göttingen, Deutsches Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen e.V. (DZNE)
Direktor der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie, Universitätsmedizin Göttingen

Univ.-Prof. Dr. med. Dr. phil. Eva Winkler
Leitung des Schwerpunktes „Ethics and Patient oriented Care in Oncology (EPOC)“, Nationales Centrum für Tumorerkrankungen (NCT), Universitätsklinikum Heidelberg
Projektsprecherin von EURAT (Ethische und Rechtliche Aspekte der Totalsequenzierung des menschlichen Genoms), Marsilius-Kolleg, Universität Heidelberg

Das Team

Alicia Brenig
Teresa Koch
Annika Spreemann

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