Labor für experimentelle und translationale Antiangiogeneseforschung

Die Tumorangiogese stellt einen zentralen Mechanismus beim Wachstum maligner Tumoren dar und Therapiestrategien, die auf der Hemmung der Tumorangiogenese beruhen, sind mittlerweile seit Jahren in der Behandlung verschiedener solider Tumoren etabliert. Für die Zukunft ist es wichtig, dieses zentrale Therapieprinzip weiter zu verbessern, um beispielsweise der Ausbildung von Resistenzen gegenüber etablierten antiangiogenen Therapiestrategien zu begegnen.

Priv.-Doz. Dr. Ulrich Hacker

Priv.-Doz. Dr. Ulrich Hacker

Leiter Labor für experimentelle und translatioanle Antiangiogeneseforschung

Zur Person

Kurzbiografie
Nach seinem Studium der Humanmedizin in Regensburg und München (1986-1993) und erfolgreicher Promotion (1994) absolvierte Dr. Hacker seine klinische Ausbildung zum Facharzt für Innere Medizin (seit 2003) mit Schwerpunktbezeichnung Hämatologie und Internistische Onkologie (seit 2006) im städtischen Krankenhaus München-Bogenhausen, in den Kliniken Innenstadt und Großhadern der Ludwig-Maximilians-Universität München sowie in der Klinik I für Innere Medizin an der Universität zu Köln.

Seit Januar 2013 leitet er neben der klinischen Tätigkeit als Oberarzt den Bereich translationale Forschung am Universitären Krebszentrum der Universitätsklinik in Leipzig (UCCL).

Wissenschaftlich hat sich Dr. Hacker an der Ludwig-Maximilians-Universität München von 1995-1996 mit inflammatorischen Zytokinen und ab 1997 innerhalb der Arbeitsgruppe Gentherapie (Leitung: Prof. Dr. Hallek) mit gentherapeutischen Anwendungen des Adeno-assoziierten Virus (AAV) beschäftigt. Seit seiner Habilitation ist Dr. Hacker Mitglied der Medizinischen Fakultät der Universität zu Köln und Leiter des Labors für experimentelle und translationale Angiogeneseforschung.

Forschungsschwerpunkte

  • Experimentelle Forschung zur Verbesserung antiangiogener Therapiestrategien bei soliden Tumoren
  • Translationale Forschung mit dem Schwerpunkt Biomarkerentwicklung im Kontext antiangiogener Therapien bei Tumorpatienten
  • Entwicklung von zielgerichteten Vektoren für die Gentherapie des kolorektalen Karzinoms   

Klinische Schwerpunkte

  • Kolorektales Karzinom
  • Solide Tumoren

Übergeordnetes Ziel der Arbeitsgruppe ist die Optimierung der antiangiogenen Therapie in der Behandlung von soliden Tumoren. Die Arbeiten zu diesem Thema umfassen dabei:

  • Klinische Studien, in denen neue antiangiogen wirksame Substanzen oder Kombinationen untersucht werde.
  • Translationale Forschungsprojekte, die der Identifizierung von klinisch relevanten prognostischen und prädiktiven Biomarkern im Zusammenhang mit antiangiogenen Therapien dienen.
  • Tierexperimentelle Arbeiten zur Etablierung neuer antiangiogener Therapiestrategien


Bezüglich des letzten Punktes besteht eine enge Kooperationen mit dem Labor für AAV-Vektorentwicklung von Frau Priv.-Doz. Dr. Hildegard Büning am Zentrum für Molekulare Medizin Köln (ZMMK). Das Ziel des gemeinsamen Projekts ist die Entwicklung innovativer Adeno-assoziierter Virus (AAV) Vektoren-basierter Strategien zur Hemmung der Tumorangiogenese und zur Überwindung der Resistenzentstehung gegenüber etablierten antiangiogenen Therapien wie z.B. einer Hemmung des VEGF-Signalweges.

Zum anderen besteht eine enge Kooperation mit der Arbeitsgruppe von Herrn Priv.-Doz. Dr. Hamid Kashkar, am CECAD Köln. Hierbei geht es um die Aufklärung von Mechanismen, die mit einer pharmakologischen Beeinflussung der Mitochondrienfunktion in Tumorendothelzellen einhergehen und eine Hemmung der Tumorangiogenese und der Wundheilung bedingen.

Ausgewählte Publikationen

Hoehler T, von Wichert G, Schimanski C, Kanzler S, Moehler MH, Hinke A, Seufferlein T, Siebler J, Hochhaus A, Arnold D, Hallek M, Hofheinz R, Hacker UT.
Phase I/II trial of capecitabine and oxaliplatin in combination with bevacizumab and imatinib in patients with metastatic colorectal cancer: AIO KRK 0205.
British Journal of Cancer; 2013, 1–6

Schultheis B, Folprecht G, Kuhlmann J, Ehrenberg R, Hacker UT, Köhne CH, Kornacker M, Boix O, Lettieri J, Krauss J, Fischer R, Hamann S, Strumberg D, Mross KB.
Regorafenib in combination with FOLFOX or FOLFIRI as first- or second-line treatment of colorectal cancer: results of a multicenter, phase Ib study.
Ann Oncol 2013; 24:1560-67

Brinkmann K, Zigrino P, Witt A, Schell M, Ackermann L, Broxtermann P, Schull S, Andree M, Coutelle O, Yazdanpanah B, Seeger JM, Klubertz D. Drebber U, Hacker UT, Kronke M, Mauch C, Hoppe T, Kashkar H.
Ubiquitin C-terminal hydrolase-L1 potentiates cancer chemosensitivity by stabilizing NOXA.
Cell Rep 2013; 3:881-91

Kwiecinski M, Elfimova N, Noetel A, Töx U, Steffen HM, Hacker U, Nischt R, Dienes HP, Odenthal M.
Expression of platelet-derived growth factor-C and insulin-like growth factor I in hepatic stellate cells is inhibited by miR-29.
Lab Invest 2012; 92:978-87

Goede V, Coutelle O, Shimabukuro-Vornhagen, A, Holtick, U, Neuneier J,  Koslowsky TC Weihrauch MR, von Bergwelt-Baildon, M, Hacker UT.
Analysis of Tie2-expressing monocytes (TEM) in patients with colorectal cancer.
Cancer Investigation 2012; 30:225-30

Goede V, Coutelle O, Neuneier J, Reinacher-Schick A., Schnell R, Koslowsky TC, Weihrauch MR, Cremer B, Kashkar H, Odenthal M, Augustin HG, Schmiegel W, Hallek M, Hacker UT.
Identification of serum angiopoietin-2 as a biomarker for clinical outcome of colorectal cancer patients treated with bevacizumab-containing therapy.
Br J Cancer 2010; 103:1407-14

Weihrauch MR, Stippel D, Fries JW, Arnold D, Bovenschulte H, Coutelle O, Hacker U.
Complete remission in a colon cancer patient with a large, irresectable liver metastasis after XELOX/cetuximab/bevacizumab treatment.
Onkologie 2008; 31:464-7

Hacker UT, Schildhauer I, Céspedes Barroso M, Kofler DM, Gerner FM, Mysliwietz J, Büning H, Hallek M, King SBS.
Gene transfer preferentially selects MHC class I positive tumour cells and enhances tumour immunogenicity.
Cancer Immunol. Immunother. 2006; 55:547-57

Das Team

Naturwissenschaftliche Doktoranden
Julia Janicki

Medizinische Doktoranden
Mareike Brunold
Maxim Liwschitz
Lars Schiffmann

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