Sarkome

Zur Person

Kurzbiografie

Herr Prof. Dr. Chemnitz studierte von 1990 bis 1997 Humanmedizin an der Medizinischen Hochschule Hannover, wo er 1997 promovierte. Im Jahr 1997 begann er seine klinische Weiterbildung im Fach Innere Medizin an der Klinik I für Innere Medizin in Köln. Von 2002 bis 2004 war er als Stipendiat der Deutschen Krebshilfe im Labor von Professor Carl June am Abramson Cancer Center der University of Pennsylvania tätig und befasste sich mit der Inhibition humaner CD4+ T Zellen durch membranständige Ko-Rezeptoren. 2004 wurde Herr Chemnitz erneut mit einem Stipendium der Deutschen Krebshilfe ausgezeichnet, um seine Forschungstätigkeit an der Universität zu Köln fortzuführen. 2005 nahm Herr Chemnitz seine klinische Weiterbildung wieder auf, die er mit den Facharzt- bzw. Schwerpunktbezeichnungen Innere Medizin, Notfallmedizin, Infektiologie sowie Hämatologie und Internistische Onkologie abschloss. 2007 habilitierte Herr Chemnitz über das Thema „molekulare Mechanismen der Inhibition primärer humaner CD4+ T Zellen“. 2011 wurde Herr Chemnitz zum Oberarzt der Klinik ernannt und ist verantwortlich für eine der hämatologischen Schwerpunktstationen sowie den Bereich Sarkome und Gastrointestinale Stromatumore.

Forschungsschwerpunkte

  • Inhibition des körpereigenen Immunsystems im Tumor–Mikromilieu
  • Immune-Escape Mechanismen von Tumoren
  • Rolle des Immunsystems während chronischer Viruserkrankungen
  • Rekonstitution des Immunsystems nach allogener Stammzelltransplantation

Klinische Schwerpunkte

  • Sarkome
  • Allogene Stammzelltransplantation
  • Stammzellgewinnung

Die Klinik I für Innere Medizin stellt ein Zentrum der Schwerpunktversorgung von Patienten mit Sarkomen dar. Hierbei werden Patienten interdisziplinär im Centrum für Integrierte Onkologie (CIO) in einer Spezialsprechstunde gesehen. Dabei kommt in besonderer Weise die enge Verflechtung verschiedener Fachdisziplinen unter einem Dach zum Tragen. Neben einer modernen radiologischen und nuklearmedizinischen Diagnostik, die auch ein PET-CT einschließt, wird das Tumorgewebe im Institut für Pathologie der Uniklinik Köln als europäischem Referenzzentrum für Weichteilsarkome analysiert. Je nach Lokalisation und Ausbreitungsgrad des Tumors erfolgt eine Vorstellung bei erfahrenen Kollegen der Klinik für Chirurgie beziehungsweise Klinik für Orthopädie der Uniklinik Köln. Auch eine enge Zusammenarbeit mit Kollegen der Klinik für Strahlentherapie ist über die interdisziplinäre Sprechstunde im CIO gewährleistet. Bei Bedarf werden Patientenfälle auch in wöchentlich stattfindenden Fallkonferenzen (Tumorboards) interdisziplinär besprochen, um so die optimale therapeutische Strategie für den individuellen Patienten festzulegen. Dabei orientiert man sich an Leitlinien, die im CIO Köln Bonn regelmäßig aktualisiert werden. Falls eine Chemotherapie erforderlich sein sollte, kann diese in der Ambulanz/Tagesklinik der Klinik I für Innere Medizin (Ebene 5 des Bettenhauses) oder auf einer unserer onkologischen Schwerpunktstationen stattfinden (Station 15.1b und Station 16.1). Schließlich besteht eine enge Zusammenarbeit mit Kollegen unseres Schwerpunktes für Infektiologie, falls infektiologische Probleme im Rahmen der Erkrankung bzw. Therapie auftreten. Eine psychosoziale Unterstützung wird durch unseren Sozialdienst, aber auch in besonderer Weise durch den Verein LebensWert gewährt. Auch besteht eine enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit dem Zentrum für Palliativmedizin der Uniklinik Köln.

Patienten unseres Hauses mit der Diagnose eines Sarkoms profitieren in einer besonderen Weise davon, dass die Uniklinik Köln ein akkreditiertes Zentrum der European Organisation for Research and Treatment of Cancer (EORTC) ist (Soft Tissue and Bone Sarcoma Group, STBSG). Damit ist es möglich, Patienten einen kontinuierlichen und frühen Zugang zu neuen Therapieverfahren zu gewähren.

Unsere derzeit laufenden klinischen Studien für Patienten mit Sarkomen finden Sie im Studienregister der Klinik I für Innere Medizin.

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