Hodgkin-Lymphom

Das Hodgkin-Lymphom hat sich dank konsequenter klinischer Forschung und moderner Therapiekonzepte für mehr als 90% aller betroffenen Patientinnen und Patienten zu einer heilbaren Erkrankung entwickelt. Allein in Deutschland leben derzeit rund 80.000 ehemalige Hodgkin-Patientinnen und Patienten und bilden damit die größte Gruppe von „Krebsüberlebenden“. Zu dieser positiven Entwicklung hat die 1978 gegründete Deutsche Hodgkin Studiengruppe (German Hodgkin Study Group, GHSG) maßgeblich beigetragen. Die GHSG gehört zur Klinik I für Innere Medizin an der Uniklinik Köln und wird von Prof. Dr. Peter Borchmann geleitet.

Prof. Dr.--Borchmann-Peter
Prof. Dr. Peter Borchmann

Facharzt für Innere Medizin und Hämatologie und Internistische Onkologie, Palliativmedizin

telephone icon+49 221 478-88159 (Projektkoordination Katja Rust)
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Katja Rust

Kurzbiografie

Seit 1995 ist Prof. Borchmann an der Klinik I für Innere Medizin der Universität zu Köln beschäftigt. Prof. Borchmann ist Facharzt für Innere Medizin, Hämatologie und Internistische Onkologie mit der Zusatzbezeichnung Palliativmedizin. Seit 2006 ist er Oberarzt der Klinik I für Innere Medizin. Er leitet den klinischen Schwerpunkt maligne Lymphome der Klinik I für Innere Medizin und vertritt die Klinik in der akademischen, nationalen Studiengruppe (GLA). Er ist Chairman der Deutschen Hodgkin Studiengruppe (DHSG) sowie Mitglied nationaler (DGHO) und internationaler Fachverbände (EHAASH). Zudem ist Prof. Borchmann Leiter des Zentrums für Hämatologische Neoplasien (HAEZ) im CIO.

Forschungsschwerpunkte

  • Entwicklung zellulärer und humoraler Immuntherapien für Lymphome
  • Rezidivierte/refraktäre B-Zell Lymphome

Klinische Schwerpunkte

  • Non-Hodgkin Lymphome
  • Hodgkin Lymphom

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Teilnahme an klinischen Studien

Für Patientinnen und Patienten mit Hodgkin-Lymphom bieten wir regelmäßig klinische Studien in der Erstlinienbehandlung und in refraktären bzw. rezidivierten Situationen an. Einen Überblick über aktuelle Studien finden Sie in unserem Studienregister.

Hodgkin-Lymphom Sprechstunde

In unserer Hodgkin-Lymphom Sprechstunde bieten wir qualifizierte Zweitmeinungen an. Eine Vorstellung ist nach vorheriger Terminvereinbarung möglich.

Therapiekonzept und aktuelle Entwicklungen

Die Chemotherapie ist weiterhin der zentrale Baustein in der Behandlung des Hodgkin-Lymphoms. Je nach Stadium und individueller Risikokonstellation kann sie durch eine Strahlentherapie ergänzt werden. Einen zunehmenden Stellenwert haben risiko- undbildgebungsbasierte (PET-adaptierte) Therapiekonzepte mit dem Ziel, höchste Heilungschancen mit individualisierter Behandlungsintensität zu erreichen.

Die klassische Chemotherapie wird zunehmend durch zielgerichtete Substanzen ergänzt. Dazu zählen insbesondere das Antikörper-Wirkstoff-Konjugat Brentuximab Vedotin sowie PD-1-Inhibitoren (z. B. Nivolumab, Pembrolizumab). Diese Medikamente haben die Therapie des klassischen Hodgkin-Lymphoms deutlich erweitert und ermöglichen in ausgewählten Konzepten eine effektive Erstlinien- und Rezidivbehandlung.

Mit BrECADD hat die Deutsche Hodgkin Studiengruppe (GHSG) an der Uniklinik Köln ein Regime mit optimalem Nutzen-Risiko Profil entwickelt. Dieses wurde in der randomisierten Phase-III Studie HD21 für fortgeschrittene Stadien erfolgreich getestet. Mit einer PET-adaptierten Therapiesteuerung  st die weltweit wirksamste Therapieoption bei zugleich sehr günstigem Sicherheitsprofil. Basierend auf unserer Studie wurde BrECADD durch die EMA zugelassen und ist ein neuer Standardtherapie für PatientInnen mit neu diagnostiziertem Hodgkin Lymphom in fortgeschrittenen Stadien.

Die Deutsche Hodgkin Studiengruppe (GHSG) richtet in regelmäßigen Abständen den Internationalen Kongress zum Hodgkin-Lymphom (International Symposium on Hodgkin Lymphoma, ISHL) aus, an dem zuletzt mehr als 700 Teilnehmende aus über 60 Ländern teilnahmen. Unsere Studiengruppe kooperiert mit allen wesentlichen nationalen und internationalen Gruppen auf dem Gebiet des Hodgkin-Lymphoms und verwandter Erkrankungen.