Station 4a | Stammzelltransplantation - KMT

Die Station 4a ist die Transplantationsstation der Klinik I für Innere Medizin. Ab 1992 wurden hier autologe Stammzelltransplantationen durchgeführt, bei denen Patienten eigene, vorher gesammelte und kryokonservierte Stammzellen transplantiert werden. Die Sammlung von Stammzellen geschieht in der Abteilung für Hämapherese der Klinik I für Innere Medizin, die Aufbereitung und Lagerung der Stammzellen erfolgt im eigenen Stammzell-Labor. Jedes Jahr werden in unserer Klinik etwa 120-140 mal autologe Stammzellen transplantiert (Station 16).

Seit 1999 erfolgen auf der KMT-Station ausschließlich allogene Stammzelltransplantationen, derzeit etwa 90-100 pro Jahr. Hierbei werden den Patienten nach eine intensiven Chemotherapie - gegebenenfalls kombiniert mit einer Ganzkörperbestrahlung - Stammzellen eines gesunden Spenders transplantiert. Es kommen bevorzugt Stammzellen eines verwandten Spenders zum Einsatz, die in der Hämaphereseabteilung aus dem peripheren Blut gesammelt werden. Diese Stammzellspenden erfolgen grundsätzlich ambulant. Wenn kein geeigneter verwandter Stammzellspender zur Verfügung steht, wird in weltweiten Stammzellregistern nach einem unverwandten Spender gesucht. Diese Spendersuche erfolgt in der Abteilung für Transfusionsmedizin des Klinikums. Dort wird auch ein Register für Stammzellspender geführt, bei dem Sie sich informieren und als Stammzellspender registrieren lassen können. Auch die Deutsche Knochenmarkspenderdatei (DKMS) steht hierfür zur Verfügung. Voraussetzung für eine Stammzellspende ist eine Analyse von Gewebemerkmalen auf weißen Blutzellen, die so genannte HLA-Typisierung, für die eine einfache Blutentnahme ausreicht und die in der Abteilung für Transfusionsmedizin durchgeführt wird.

Folgende Erkrankungen werden in unserer Klinik häufig mit einer autologen bzw. allogenen Stammzelltransplantation behandelt:

  • Autologe Stammzelltransplantation (Station 16):
    Hodgkin- und Non-Hodgkin-Lymphome, multiples Myelom
  • Allogene Stammzelltransplantation (KMT-Station):
    Akute myeloische Leukämie, akute lymphatische Leukämie, chronische lymphatische Leukämie, chronische myeloische Leukämie, Hodgkin- und Non-Hodgkin-Lymphome, multiples Myelom, Myelodysplastische Syndrome

Ausstattung

Die Station 4a verfügt über 14 Einbettzimmer.

Die Einzelzimmer werden mit Überdruck betrieben, sodass die Patienten vor äußeren Keimen geschützt sind. Die Station ist in sich abgeschlossen und kann nur über Schleusen betreten werden. So können und sollen Patienten zu bestimmten Zeiten ihr Zimmer verlassen, um sich auf dem Stationsflur zu bewegen, oder können die Gelegenheit nutzen sich im Aufenthaltsraum gegenseitig auszutauschen. Dies stellt besonders in dieser intensiven und isolierten Phase einen kleinen Ausgleich dar. Eine Besonderheit der Station stellt auch die Sportgruppe unter Anleitung einer Physiotherapeutin dar. Hier wird der Fokus vor allem auf Ausdauer, Kräftigung, Atemtherapie, Entspannung und Kreislaufanregung gelegt. Die Gruppe findet montags bis freitags statt.

Auch Patienten, die nicht an der Gruppe teilnehmen können, werden täglich physiotherapeutisch betreut.
 

Prof. Dr. Dr. h.c. Christoph Scheid

Prof. Dr. Dr. h.c. Christoph Scheid

Ärztliche Leitung

Schwerpunkte: Stammzelltransplantation und Hämapherese 

Sekretariat Michaela Kanehl
Telefon
Telefax
+49 221 478-86544

Kontakt Station 4a

Stationszimmer
Telefon +49 221 478-88260

Die Station 4a befindet sich im Bettenhaus (Gebäude 9) auf Ebene 4.
Lageplan und Anfahrt

Aufnahme

Die Aufnahme erfolgt in Koordination mit der Transplantationsambulanz und dem Case Management.

Besuchszeiten

Um die Patientinnen und Patienten vor Infektionen zu schützen, müssen sich alle Mitarbeiter und Besucher vor dem Betreten umziehen und die Station über eine Schleuse betreten. Aus Sicherheitsgründen ist die Zahl der Besucher auf 2 pro Tag begrenzt. Die Details zu den Besuchszeiten werden im Rahmen einer Stationsbesichtigung und Vorgesprächs mit dem Pflegepersonal der Station 4a mit Patienten und Angehörigen im Detail besprochen.

Psychoonkologische Betreuung

Die Klinik I für Innere Medizin bietet ein umfassendes Angebot in Form einer ganzheitlichen Betreuung an. Aktive Unterstützung leistet dabei die Klinische Psychoonkologie. Diese Betreuung unterstützt bei der Krankheitsverarbeitung und dient der psychischen Stabilisierung.

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