Internistische Intensivmedizin

Komplizierte Erkrankungen in der inneren Medizin als auch moderne, teilweise aggressive Therapieoptionen bei internistischen Erkrankungen führen oftmals zu lebensbedrohlichen Gesundheitszuständen. Nur mit Hilfe von intensivmedizinischen Behandlungstechniken können diese kritischen, teils lebensbedrohlichen Zustände stabilisiert und effektiv therapiert werden. Die intensivmedizinische Behandlung und Betreuung dieser Patienten geschieht auf der internistischen Intensivstation 4b und der internistischen Intermediate Care Station 11.2 der Klinik I für Innere Medizin.

Prof. Dr.--Kochanek-Matthias
Prof. Dr. Matthias Kochanek

Leiter internistische Intensivmedizin

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Kurzbiografie

Dr. Matthias Kochanek ist als Oberarzt hauptverantwortlich für die internistische Intensivstation der Klinik I für Innere Medizin. Er studierte von 1988 bis 1995 an der Universität zu Köln Medizin und arbeitet seitdem in der Medizinischen Klinik I. Neben seiner wissenschaftlichen Forschung liegt der Schwerpunkt seiner klinischen Fort- und Weiterbildung im Bereich der Inneren Medizin, Hämatologie, Intensiv- und Notfallmedizin, Hämostasiologie und klinischer Infektiologie.

Forschungsschwerpunkte

Dr. Kochanek war von 1999 bis 2001 im Labor von Prof. Dr. Cliona Rooney am Baylor College in Houston, Texas, und hat dort an der retrovirale Gentransduktion des Chemokinrezeptors CCR4 in EBV spezifische zytotoxische T-Lymphozyten gearbeitet. In Köln beschäftigt sich Dr. Kochanek mit der Evaluierung des Genexpressionsprofils von T-Zellen bei der Interaktion mit malignen B-Zellen bei B-Zell Lymphomen. Ein weiterer Forschungsschwerpunkt liegt im Bereich regulatorischer T-Zellen bei der B-CLL und Multiplen Myelom. Aufgrund der klinischen Tätigkeit ist er zuständig für die Entwicklung und Durchführung klinischer Studien im Bereich Sepsis auf der Intensivstation.

Klinische Schwerpunkte

  • Internistische Intensivstation
  • Klinische Infektiologie
  • Hämostaseologie
  • Hämatologie
  • Knochenmarktransplantation

Buch

Repetitorium Internistische Intensivmedizin
Michels, Guido; Kochanek, Matthias (Hrsg.)
Verlag: Springer, Berlin; 2. Auflage (2011); ISBN 78-3-642-16840-6


Close Detail View

So werden in unserer Klinik jedes Jahr circa 800 bis 1000 Patienten behandelt. Dabei kommen alle modernen Techniken eines Krankenhauses der Maximalversorgung zum Einsatz. Neben der normalen intensivmedizinischen Betreuung liegen besondere medizinische Schwerpunkte unserer Intensivstation in der Behandlung von schweren beatmungspflichtigen Pneumonien, Sepsis und septischen Multiorganversagen besonders auch bei immunsupprimierten Patienten. Durch eine enge Verzahnung mit anderen medizinischen Fachabteilungen der Uniklinik stehen so dem Patienten das komplette Spektrum der Maximalversorgung zur Verfügung. Diese enge und interdisziplinäre Zusammenarbeit erlaubt eine optimale Rundumversorgung mit dem Ziel der besten medizinischen Versorgung für den Patienten.

Wissenschaft

Intensivmedizin bedeutet ein Höchstmaß an komplexen Behandlungsabläufen, welche durch rationale, teilweise aber auch individuelle Entscheidungen für den Patienten getragen werden. Rationale Entscheidungen basieren auf "evidenz based medicine"-Studien. Die Durchführung dieser Studien auf einer Intensivstation im Rahmen von medizinischen Extremsituationen ist oftmals sehr schwierig.  Trotzdem müssen wir unsere Behandlungsstrategien jederzeit infrage stellen, überprüfen und bei Vorliegen von neuen Untersuchungsergebnissen gegebenenfalls revidieren.

Der Schwerpunkt unserer wissenschaftlichen Bemühungen liegt in der Durchführung von klinischen Studien und Untersuchungen mit dem Versuch, die Therapie intensivpflichtiger Patienten zu verbessern. Durch eine enge Kooperation mit Forschergruppen aus der eigenen Universität und als Mitglied des überregionalen Kompetenznetzes Sepsis (SEPNET) versuchen wir so, gezielt Behandlungsstrategien zu erforschen. Im Rahmen der unter unserer Beteiligung mitbegründeten iCHOP Initiative (Intensive Care in Hematologic and Oncologic Patients) forschen wir an Möglichkeiten, die intensivmedizinischen Versorgung des kritisch kranken hämatologisch- onkologischen Patienten zu verbessern.

Drei Aspekte spielen dabei eine besondere Rolle bei der wissenschaftlichen Forschung:

  1. Der septische Schock mit Multiorganversagen
    Multizentrische Studien im Rahmen des SEPNET
  2. Neutropenische und immunsupprimierte Patienten auf der Intensivstation
    Beginn einer multizentrischen Studie unter Leitung von Prof. Dr. Matthias Kochanek zur Frage neutropenischer Patienten auf der Intensivstation
  3. Infektiologische Probleme auf der Intensivstation
    Zusammenarbeit mit der AG Prof. Cornely und AG Prof. Fätkenheuer, die weltweit führend sind auf dem Gebiet Mykologie und HIV und Infektiologie.

ECMO-Zentrum

Weiterer Schwerpunkt ist die Versorgung von Patienten mit einem schwersten Lungenversagen. Mittels eines externen Gasaustausches über eine Herzlungenmaschine besteht die Möglichkeit, die pulmonale Situation zu stabilisieren. In Zusammenarbeit mit der Anästhesie, Herzthoraxchirurgie, Intensivmedizin und Infektiologie steht so ein breites Spektrum von Fachdisziplinen der Maximalversorgung zur Verfügung.

ECMO-Zentrum Uniklinik Köln

Kooperationen

Neben der eigenen Forschung unterstützen die Mitarbeiter die wissenschaftliche Weiterentwicklung ihres Faches durch Mitgliedschaft und aktive Teilnahme in folgenden Verbänden:

  • Deutsche Gesellschaft für Hämatologie und Onkologie (DGHO)
  • Kompetenznetz Sepsis (SEPNET)
  • Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin e.V. (DIVI)
  • Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM)
  • Deutsche Gesellschaft für internistische Intensivmedizin (DGIIM)

Das Team

Oberärztliches Team 

Priv.-Doz. Dr. Dennis Eichenauer
Dr. Alexander Shimabukuro- Vornhagen
Priv.-Doz. Dr. Jan Michel Heger-Neumann

Erweitertes Team 

Prof. Dr. Philipp Köhler
Prof. Dr. Othmann Al-Sawaf
Priv.-Doz. Dr. Jorge Garcia Borrega
Dr. Florian Simon
Dr. Jan Naendrup
Dr. Sina Pütz

Pflegeteamleitung

Jürgen Becker