Labor für funktionelle Genomik in lymphoiden Neoplasien


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Das Labor für funktionelle Genomik in lymphoiden Neoplasien beschäftigt sich mit der Bestimmung und Charakterisierung diagnostisch und prognostisch relevanter Moleküle in Tumorzellen, vorwiegend am Model der chronischen lymphatischen Leukämie als tumoröse Erkrankung der B-Zellen.

Zur Person

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Kurzbiografie

Dr. Carmen D. Herling absolvierte ihr Medizinstudium 2002 an der LMU München, Harvard Universtät Boston/USA und am Kantonsspital St. Gallen/Schweiz und promovierte 2004 zum Thema immunstimulatorischer Effekte von TNF Liganden nach viralem in vitro-Gentransfer in Melanomzellen. Zwischen 2003 und 2008 komplettierte sie ihre klinische Ausbildung in Innere Medizin, Hämato-Onkologie, Infektiologie und Intensivmedizin an den Universitätskliniken der LMU München und der Uniklinik Köln. Besondere Expertise in der Planung, Durchführung und Auswertung klinischer Studien erwarb sie ab 2003 durch ihre Mitarbeit in der Deutschen CLL Studiengruppe (DCLLSG, Leiter: Professor Michael Hallek) als Prüfärztin im Rahmen mehrerer Phase-I bis III Studien im Bereich der chronischen lymphatischen Leukämie (CLL). Zwischen 2004 und 2009 war Frau Dr. Herling außerdem als Koordinatorin der European Research Inititative on CLL (ERIC) tätig.

Gefördert durch ein International Exchange Fellowship der Europäischen und Amerikanischen Gesellschaften für Hämatologie, absolvierte Frau Dr. Herling zwischen 2008 und 2012 ein Postdoctoral Fellowship am UT M. D. Anderson Cancer Center in Houston/Texas, USA (Mentorin: Professor Lynne Abruzzo). Dort beschäftigte sie sich intensiv mit der klinischen und biologischen Analyse von genomischen Veränderungen, sowie der Erstellung prognostisch relevanter Gensignaturen in der CLL. Des Weiteren erwarb sie eine Ausbildung in klinischer Zytogenetik bei hämatologischen malignen Erkrankungen.

Seit 02/2012 ist Frau Dr. Herling zurückgekehrt als wissenschaftliche Mitarbeiterin an die Uniklinik Köln und im Begriff dort ein eigenes Forschungslabor aufzubauen. Sie hält außerdem seithereine Position als Adjunct Assistant Professor am UT M.D. Anderson Cancer Center in Houston/Texas, USA.

Forschungsschwerpunkte

  • Translationale Genomik und Transcriptom-Analysen
  • Entwicklung und Validierung von Gensignaturen und Biomarkern
  • Funktionelle Charakterisierung von Driver-Molekülen und -Netzwerken

Klinische Schwerpunkte

  • Maligne Hämatologie, speziell B-Zell Lymphome und Leukämien
  • Klinische Zytogenetik
  • Klinische Studien zur CLL

In Zusammenarbeit mit dem UT M.D. Anderson Cancer Center konnten wir mit Hilfe von Genom-weiten Genexpressions-Analysen zeigen, dass die Bestimmung von Gen-Signaturen bestehend aus 2-13 Genen ausreichend ist, um die Zeit bis zur ersten Behandlung oder des Gesamtüberlebens prognostisch signifikant vorherzusagen. Wir gehen davon aus, dass die durch diese Gene kodierten Moleküle eine besondere Rolle in der zellulären CLL- bzw. B-Zell-Pathophysiologie spielen. Ziel unserer weiterführenden Untersuchungen ist es, diese Moleküle in ihrer biologisch funktionellen Rolle in etablierten in vitro und in vivo-Modellen zur CLL bzw. malignen B-Zell-Erkrankungen zu charakterisieren und mögliche direkte und/oder Pathway-assoziierte Therapietargets zu identifizieren.

Des Weiteren streben wir nach der Entwicklung neuer diagnostisch bzw. prognostisch anwendbarer Test, welche dem Arzt eine Entscheidungshilfe im klinischen Therapiemanagement von CLL- bzw. Tumor-Patienten bieten können. Ziel ist es hierbei insbesondere, moderne hochauflösende Technologien der Genom- bzw. Transkriptomanalyse klinisch nutzbar zu machen.
Unsere Arbeit erfolgt in enger Zusammenarbeit mit der Deutschen CLL Studiengruppe (DCLLSG) und dem Labor für molekulare Hämatologie und Onkologie der Klinik I für Innere Medizin.

Kooperationen


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