Labor für molekulare Pathogenese der CLL

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Unser Labor hat sich zur Aufgabe gestellt, die Ursachen und prädisponierenden Faktoren, die zur Entwicklung der chronischen lymphatischen Leukämie (CLL) führen, genauer zu erkennen.

Univ.-Prof. Dr. Michael Hallek

Univ.-Prof. Dr. Michael Hallek

Leiter Labor für molekulare Pathogenese der CLL

CECAD Research Center, Gebäude 69

Publikationen (PubMed)

Zur Person

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Wissenschaftliche Schwerpunkte
Ziel, durch Grundlagenforschung die molekulare Entstehung der chronischen lymphatischen Leukämie (CLL) zu entschlüsseln
Entwicklung zielgerichteter Therapien, welche die Prognose der CLL nachhaltig verbessern
Erforschung des Tumormikromilieus für die Pathogenese der CLL
Leitung der im Jahr 1996 gegründeten Deutschen CLL-Studiengruppe (DCLLSG): Initiierung mehrerer Praxis-verändernder klinischer Studien und Zulassungsstudien (Rituximab, Obinutuzumab, Idelalisib)
Akademischer und Klinischer Werdegang
seit 2007Direktor des Centrums für Integrierte Onkologie CIO Köln Bonn
seit 2003C4-Professur für Innere Medizin der Universität zu Köln, Direktor der Klinik I
1999 - 2003C3-Professur für Innere Medizin der Universität München
1998 - 2005Leiter der Klinischen Kooperationsgruppe GSF (Helmholtz-Institute) München
1995 - 2003Oberarzt, Universität München
1994 - 2005Leiter der Arbeitsgruppe für Gentherapie, Genzentrum der Universität München
1990 - 1992Research Associate, Dana Farber Cancer Institute, Harvard Medical School, USA
1985 -  2003

Verschiedene Auslandsaufenthalte; Ausbildungen in den Gebieten Pharmakologie, Innere Medizin, Hämatologie und Onkologie an der Technischen Universität (Klinikum rechts der Isar) und der Universität München (Klinikum Innenstadt und Großhadern)

Preise und Auszeichnungen
2018Johann-Georg-Zimmermann-Medaille
2018Ham-Wasserman Lecture, American Society of Hematology
2017Arthur Burkhardt-Preis
2017Deutscher Krebspreis
2016Walter-Siegenthaler-Medaille in Gold
2013Binet-Rai-Medaille des “International Workshop on CLL, iwCLL”)
2012Paul-Martini-Preis
seit 2008wiederholte Auszeichnung des Centrums für Integrierte Onkologie CIO Köln Bonn als Onkologisches Spitzenzentrum durch die Deutsche Krebshilfe
1999Artur-Pappenheim-Preis, Deutsche Gesellschaft für Hämatologie und Onkologie DGHO
Mitgliedschaften und Engagement
seit 2018Chairman Scientific Committee, European School of Haematology, Paris
seit 2016Vorsitzender und seit 2018 geschäftsführender Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Hämatologie und Medizinische Onkologie DGHO
seit 2014Mitglied im Wissenschaftlichen Beirat der Bundesärztekammer
2014 - 2017Wissenschaftlicher Beirat der American Society of Hematology ASH, USA
2014 - 2015Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin DGIM
2014Präsident des Deutschen Krebskongresses 2014
seit 2013Leiter Klinische Forschergruppe 286 "DNA damage response in CLL" (DFG)
2013 - 2016Senatskommission "Grundsatzfragen der Klinischen Forschung", DFG
seit 2011Herausgeber der Zeitschrift "Oncology Research and Treatment"
seit 2011Mitglied der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina
2009 - 2014Sprecher Sonderforschungsbereich 832 "Tumormikromilieu" (DFG)
seit 2000Mitglied der Core Group der internationalen CLL-Arbeitsgruppe (iwCLL)
seit 1996Gründung und Leitung der Deutschen CLL-Studiengruppe

Unsere Schwerpunkte liegen auf der:

Analyse der Bedeutung des Tumormikromilieus für die Pathogenese und Weiterentwicklung der chronischen lymphatischen Leukämie (CLL)

Die CLL ist eine Erkrankung, bei der das Überleben der Leukämiezellen in starkem Maße von der kontinuierlichen Stimulation durch extrazelluläre Faktoren abhängt. Diese potentielle "Achillessehne der CLL" versuchen wir anhand eines CLL-Mausmodelles zu erforschen und für neue therapeutische Ansätze bei der CLL-Therapie nutzbar zu machen. Unter Nutzungvon Knockout-Mäusen analysieren wir die Bedeutung von Zytokinen/Chemokinen und Oberflächenrezeptoren für die Entstehung und Weiterentwicklung der CLL.

Targetvalidierung

Hier identifizieren wir Moleküle, die als therapeutische Targets für die Behandlung der chronischen lymphatischen Leukämie (CLL) und anderer onkologischer Erkrankungen in Frage kommen, und validieren sie anhand von Tiermodellen. Zum großen Teil führen wir Grundlagenforschung über eigene Moleküle durch, greifen aber auch Ergebnisse anderer Gruppen auf. Für jedes Gen wird die geeignete Validierungsstrategie entwickelt und danach die entsprechenden Tiermodelle entworfen. Dies beinhaltet die Herstellung gentechnologisch veränderter Mäuse wie zum Beispiel Knockout- und transgener Mäuse.

Genetische Diagnostik des Risikos für CLL-Prädisposition und -Krankheitsprogression

Wir arbeiten an der Identifikation von kleinen genetischen Unterschieden, sogenannten single nucleotide polymorphisms (SNP), zwischen den Genen von CLL-Patienten und Gesunden. Dies soll ermöglichen eine mögliche Prädisposition zur CLL oder das individuelle Risiko zur Krankheitsprogression besser einschätzen zu können.

Langfristige Ziele

Unser Ziel ist es, neue Strategien für die Behandlung der CLL und maligner Erkrankungen des Menschen zu identifizieren, diese dann in Zusammenarbeit mit industriellen Kooperationspartnern weiterzuentwickeln und in klinischen Studien zu testen.

Das Team

Post-Doc
Dr. Nina Reinart
Dr. Oleg Fedorchenko
Dr. Hien Nguyen

MTLA
Natascha Rosen

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