Darmkrebs ist mit knapp 55.000 Neuerkrankungen pro Jahr eine der häufigsten Krebsarten in Deutschland. Im Darmkrebsmonat März hat das ZDF die Forschung zur Bedeutung des Darmmikrobioms in einem Beitrag im Magazin „Volle Kanne“ vorgestellt. Am Beispiel der Patientin Corinna Höhl wird gezeigt, welche Rolle Darmbakterien künftig bei der Behandlung von Darmkrebs spielen könnten.
Höhl nimmt an der LEONORA-Studie teil, die von Wissenschaftlern am Deutschen Krebsforschungszentrum in Heidelberg und der Uniklinik Köln geleitet wird. In der von der Deutschen Krebshilfe und dem Nationalen Centrum für Tumorerkrankungen geförderten Studie wird untersucht, ob sogenannte Synbiotika – eine Kombination aus probiotischen Bakterien und Nährstoffen für diese Mikroorganismen –Nebenwirkungen der Krebsbehandlung verringern und die Lebensqualität der Patienten verbessern können.
„Erreger des Mikrobioms interagieren zum Beispiel mit dem Immunsystem in Bezug auf die Entstehung von Krankheiten“, erklärt Priv.-Doz. Dr. Lena Biehl, Infektiologin in der Klinik I für Innere Medizin der Uniklinik Köln und Co-Leiterin der Studie. Zugleich betont sie, dass die Forschung noch am Anfang steht und weitere Studien notwendig sind.
