Translationaler Immunmetabolismus

AG Schmidt

English version

Forschungsschwerpunkte

Das Immunsystem schützt vor Krankheitserregern und malignen Entartungen und ein Versagen von Immunantworten kann zu schweren Infektionen und Tumorentstehung führen. Ziel unserer Arbeitsgruppe ist ein besseres Verständnis der Interaktionen zwischen Wirt und Pathogenen. Dies kann Mechanismen aufdecken, die zu einem Versagen von Immunantworten führen, und ermöglicht so die Identifizierung neuer Zielstrukturen für immuntherapeutische Ansätze. Der Fokus liegt hierbei insbesondere auf phänotypischen, funktionellen und metabolischen Veränderungen von virus- und tumorspezifischen T-Zellen.

Metabolische Erkrankungen und neue metabolische Therapien

Ein besonderer Schwerpunkt der Arbeitsgruppe liegt auf der Untersuchung des Einflusses von metabolischen Erkrankungen und Therapien auf das Immunsystem. Die Zahl übergewichtiger Menschen steigt weltweit kontinuierlich mit weitreichenden Folgen für die individuelle Gesundheit und das Gesundheitssystem, aber in den letzten Jahren revolutionieren neue Gewichtsverlust-Therapien die Behandlung. Übergewicht führt zu einem schweren Verlauf von Infektionen, was während der COVID19 Pandemie deutlich gezeigt wurde. Das Immunsystem schützt vor Infektionen, aber erste Studien berichten einen hemmenden Effekt von Übergewicht. Ziel unserer Arbeitsgruppe ist daher, die Ermittlung des Einflusses von Übergewicht und Gewichtsverlust-Therapien auf die Immunantwort gegen klinisch relevante Infektionen (z.B. HIV, Influenza, SARS-CoV-2 und Herpesviren) mit dem Ziel zu Grunde liegende Mechanismen aufzudecken. Dies ermöglicht die Entwicklung neuer immunstärkender Therapien für übergewichtige Menschen.

Geschlechts-spezifische Unterschiede bei Infektionen und Immunantworten

Gemeinsam mit Prof. Clara Lehmann leitet Nathalie Schmidt die AG Sex differences in infectious diseases (SEX-ID). Wir sind Teil der interdisziplinären AG Sex, Gender and Diversity in Medical Research der Universität zu Köln. Traditionell erfolgt die Durchführung grundlagenwissenschaftlicher und klinischer Studien an männlichen Probanden und Versuchstieren, obwohl in den letzten Jahren mehr und mehr klar wurde, dass das Geschlecht sowohl den Verlauf von Krankheiten als auch die Wirkung von Medikamenten beeinflusst. Ziel unserer Arbeitsgruppe ist es daher, den Einfluss von Sex und Gender auf Infektionskrankheiten (z. B. HIV, post-Covid-19-Syndrom) und Immunantworten zu untersuchen.

Dr. Dr.--Schmidt-Nathalie
Dr. Dr. Nathalie Schmidt

Leitung der AG

Fachärztin für Innere Medizin

Deutsche Version

Dr. Dr. Nathalie Schmidt studierte von 2006 bis 2013 Humanmedizin an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg mit Auslandsaufenthalten in Prag, Gent, Wien, Birmingham und auf der Isle of Man. Während Ihres Studiums promovierte sie unter der Supervision von Prof. Robert Thimme im Bereich Tumorimmunologie und Immuntherapie mit summa cum laude.

Nach zweijähriger klinischer Tätigkeit an der Uniklinik Freiburg im Bereich Gastroenterologie und Infektiologie entschied sie sich für eine wissenschaftliche Karriere und ging 2016 mit einer DFG-Förderung an das University College London. Dort arbeitete sie für über sechs Jahre als PhD Studentin und Postdoktorandin in der Arbeitsgruppe von Prof. Mala Maini in der Division of Infection&Immunity und fokusierte sich vor allem auf die Modulation von Cholesterolmetabolismus als Therapieansatz zur Stärkung von T-Zellen bei Hepatitis B, SARS-CoV-2 und hepatozellulärem Karzinom. 2022 absolvierte sie erfolgreich einen PhD im Bereich Immunologie und Immunmetabolismus.

Seit 2023 ist Nathalie Schmidt als Ärztin und Clinician Scientist in der Abteilung Medizin I der Uniklinik Köln tätig. Ihre Forschung wird durch Köln Fortune, das Cologne Clinician Scientist Programm, die Else Kröner-Fresenius-Stiftung und die DFG gefördert.

Die Arbeit von Nathalie Schmidt wurde mit zahlreichen nationalen und internationalen Preisen ausgezeichnet. Hierzu zählen insbesondere der renommierte Bright Sparks Award der British Society of Immunology, ein Keystone Symposia Scholarship und mehrere ‚best presentation awards‘.

Neben ihrer Forschungstätigkeit engagiert sich Nathalie Schmidt seit vielen Jahren im Bereich Public Engagement und Wissenschaftskommunikation. Sie ist aktives Mitglied der Deutschen Gesellschaft für Immunologie, der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin und von InfectNet.

English version

Dr. Dr. Nathalie Schmidt studied medicine at the Albert-Ludwigs-University Freiburg with time abroad in Prague, Ghent, Vienna, Birmingham and the Isle of Man. She completed her medical thesis (Dr.med.) in Prof. Robert Thimme’s group focusing on tumour immunology and immunotherapy with the highest distinction (summa cum laude).

After two years of medical training in gastroenterology and infectious diseases, she decided to pursue an academic career in 2016 supported by the German Research Foundation (DFG). She spent over six years as a PhD student and Postdoc in Prof. Mala Maini’s group in the Division of Infection&Immunity at University College London. There she primarily focused on the modulation of choleserol metabolism as a novel immunotherapeutic strategy in hepatitis B, SARS-CoV-2 and liver cancer. She graduated with a PhD in immunology and immunometabolism in 2022.

Since 2023 Nathalie Schmidt works as a clinician scientist in the Department I for Medicine at the University Hospital Cologne. Her research is funded by Köln Fortune, the Cologne Clinician Scientist Program, the Else Kröner-Fresenius-Stiftung and the DFG. She has won multiple national and international awards, including the prestigious Bright Sparks Award of the British Society of Immunology, a Keystone symposia scholarship and multiple ‚best presentation awards‘.

Besides her research, Nathalie Schmidt is passionate about science communication and public engagement. She is a member of the German Society of Immunology, the German Society of Internal Medicine and InfectNet.


Close Detail View

Team

Sophie Jakubassa (Medizindoktorandin)
Emmelie Haase (Medizindoktorandin)
Laura Bockemühl (Medizindoktorandin)
Kamile Kietzmann (Doktorandin)

Forschungsförderung

Else Kröner-Fresenius-Stiftung
Deutsche Forschungsgemeinschaft
Köln Fortune
Cologne Clinician Scientist Program

Kollaborationen

Priv.-Doz. Dr. Ruth Hanssen (Uniklinik Köln)
Prof. Dr. Jan Rybniker (Uniklinik Köln)
Prof. Dr. Clara Lehmann (Uniklinik Köln)
Prof. Dr. Jens Brüning (Max-Planck-Institut für Stoffwechselforschung)
Prof. Dr. Mala Maini (University College London, UK)
Dr. Anna Schurich (King’s College London, UK)
Prof. Dr. Andrew Hogan (Maynooth University, Irland)